Avatar

Können VES eine Herzinsuffizienz verursachen?

Kategorie: Herzberatung » Selbsthilfeforum - Herz und Kreislauf

29.04.2020 | 17:40 Uhr

Hallöchen an Alle,

ich habe wie viele hier manchmal täglich sehr häufige VES. Am Tag so um die 15.000 - 25.000 Extrasystolen (festgestellt in mehreren Langzeit EKGs) die ich leider auch spüre, aber ich habe mich daran gewöhnt und sie machen mir keine Angst. Manchmal nervt es nur, wenn man z.B. schlafen möchte und genau dann rummst es eben richtig los. Ich habe sie seit 12 Jahren. Bin 39, normal fit, bin ein aktiver Typ, absolut Herzgesund, trinke keinen Alkohol und rauche nicht! Hatte in den 12 Jahren 3x Vorhofflimmern...daher hab ich lieber davon Abstand genommen.

Nu meine Frage an euch und eure Erfahrungen mit Ärzten. Schaden die häufigen ventrikulären ES dem Herz sehr? Auch wenn es eigentlich total gesund ist? Ein Internist meinte zu mir, es schadet meinem Herzen nicht, da ich keine Erkrankungen habe und ein anderer sagte, wenn es nicht unter 10.000 ES pro Tag sinkt, droht irgendwann evtl.eine Herzinsuffizienz. Nehme deshalb vorsorglich Verapmail 40mg...3x täglich. Hilft mal mehr mal weniger. Habe teilweise wochenlang einen herrlich perfekten Sinus und dann wieder etliche Tage oder auch mehrere Wochen VES (glaube auch abhängig vom Hormonstatus, Lebensmitteln und Stress)...oft Bigeminus, dann wieder jeder 3. Schlag, jeder 4. Schlag. Immer etwas von Allem ;-) quer durchs Gemüsebeet. Aber Bigemini nerven am meisten!

Teilt mir gern eure Erfahrungen mit und was die Fachleute euch so geraten oder zu Herzinsuffizienzen geantwortet haben. Danke :-)

LG, Ann

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Avatar
Beitrag melden
05.05.2020, 21:01 Uhr
Antwort

Hallo,

 

grundsätzlich stehen viele VES und Herzschwäche in Verbindung, warum genau weiß man noch nicht. Wie viele gefährlich sind, ist manchmal schwer zu sagen. An sich sagt man heute etwa ab 10.000 wird es gefährlich. Aber es gibt eben Menschen die haben über 25.000 und entwickeln in den nächsten Jahren keine Herzschwäche, andere schon mit 5000.

Geh z.B. einmal im Jahr zum Herz-Ultraschall, dann sieht man ja ob sich das Herz irgendwo verdickt, oder die Pumpleistung abnimmt.

Ich gehe auch jedes halbe Jahr zum Langzeit-EKG, die Empfehlungen sind ja es weiterhin zu beobachten.

 

Ich persönlich habe die VES etwa seit ich 16 bin, ich spüre jede Einzelne und sie rauben mit auch den Schlaf und haben dazu geführt, dass ich nicht mehr Arbeiten kann (Angststörung durch die Herzprobleme). Über die Jahre sind es immer mehr VES geworden, derzeit habe ich eine ruhige Phase mit unter 100 am Tag, letztes Jahr hatte ich aber auch mal wochenlang über 4000, mit Trigeminus und Bigeminus Phasen.

Bei mir treten sie mit zusammen mit Abdomineller Ausdehnung auf, die wohl aber nichts mit der Ernährung direkt, sondern Vagusnerv-Problemen zu tun hat. Musst du auch husten, wenn du viele VES hast? Ich huste dann die ganze Zeit und Leute denken, ich sei krank. Hat angeblich auch mit dem Vagusnerv zu tun.

 

Ich bin auch erst 35 und habe vor 4 Jahren das erste mal Vorhofflimmern gehabt, seit meiner Jugend habe ich auch Atriale Tachykardien, die vielleicht der Auslöser sein könnten. ATs habe ich so alle paar Wochen, meist wenige Sekunden, manchmal aber auch mehrere Minuten. Das Vorhofflimmern hatte ich 9 Stunden lang einmalig.

Meine Mutter hatte ihr erstes dokumentiertes Vorhofflimmern mit Mitte 50, wir haben beide negative T-Wellen im EKG (V1 + V2) und ich habe auch einen inkompletten Rechtsschenkelblock.

Meine Mutter hat auch Tachykardien, aber sie hat Angst deswegen zum Arzt zu gehen und lässt sich daher nicht gründlich untersuchen oder behandeln.

 

Auch wenn ich nicht diese "Saddleback" Form beim inkompletten Rechtsschenkelblock habe, habe ich natürlich Angst, dass ich Brugada oder eine andere gefährliche ererbte Mutation habe. Ich habe totale Angst vor dem plötzlichen Herztod, daher gehe ich niemals weit weg von einer Stadt mit Krankenhaus und treibe auch keinen Sport mehr, weil das Vorhofflimmern beim Sport aufgetreten ist. Ich kann auch nicht mehr alleine sein, weil ich dann angst habe umzukippen und niemand ruft dann 110, ich könnte ja sterben an einer VT, VF oder ähnlichem(Meine Ängste halt)

Früher war ich gerne in der Natur, heute trau ich mich nicht mehr wegen dem Herz.

Psychotherapie hat einfach nichts gebracht und Psychopharmaka will ich wegen der Gefahr von noch mehr Rhythmusstörungen dadurch nicht nehmen.

 

Ich war bei drei Ärzten wegen einer Ablation, wegen der VES und dem Vorhofflimmern, aber niemand nimmt mich wirklich ernst, ich sei jung und gesund blabla, kennst du vielleicht. Ich bekomme einfach keine Ablation, angeblich sei das noch nicht angebracht.

Da sie eben beim MRT und Ultraschall nichts gefunden haben, glauben sie alles sei OK und ein seltener Zufall.

 

Wie du habe auch ich mein Leben lang gesund gelebt, mich immer viel bewegt, nie geraucht, keinen Alkohol seit Jahren, trinke keinen Kaffee oder Koffeingetränke, keine Drogen, habe kein Übergewicht und trotzdem spielt mein Herz jeden Tag verrückt.

 

Ich hoffe du kommst damit besser klar als ich.

 

Liebe Grüße

 

Nena

Avatar
Beitrag melden
05.05.2020, 21:58 Uhr
Antwort

Hallo Nena,

erstmal danke für deine Antwort.

Zum US gehe ich 1x jährlich. Letztes Jahr habe ich es verpasst, aber vor 2 Jahren war alles tip top. Ende Juni hab ich wieder Termin...mal schauen was da rauskommt.

Mit 4000 ES am Tag bist du ja richtig gut. Ich wäre froh, wenn ich so wenig hätte. Geht es dir dabei auch schlecht oder bist du trotzdem normal belastbar? 

Ich habe von Sportaktivitäten auch Abstand genommen. Zumindest vom Joggen, weil ich dabei meine erste VHF Attacke bekam. Radfahren, walken oder Krafttraining geht aber noch super. 

Wenn ich sehr viele VES habe, merke ich auch teilweise etwas Luftnot...da nehme ich mich natürlich zurück und belaste mich auch nicht sehr. Geht dann auch gar nicht. Aber ängstlich bin ich da schon lang nicht mehr. Die ersten Jahre waren da etwas anders, aber über die Jahre ist eine Gewohnheit eingetreten und ich weiß durch Kardiologen, dass ich herzgesund bin und mir nichts passieren kann. 

Die ES und das VHF ist bei uns auch familiär bedingt. Mein Papa und meine Schwester haben es ebenfalls. Bei meiner Mutti ist es eher sporadisch bei Stress. Aber wir 3 haben es richtig stark. Meine Schwester hat 4x im Jahr VHF und mein Papa lebt mittlerweile mit VHF...ist aber voll belastbar. Er treibt 4x die Woche Sport und das richtig. Aber Männer sind da etwas bevorteilt, weil sie mehr Platz im Brustraum haben, da sie einen größeren Brustkorb haben. Daher merken die das oft gar nicht. Bei uns Frauen ist das schwieriger:-(

Husten muss ich auch manchmal durch die ES. Könnte mit der Mitralklappe zusammenhängen. Ich habe da eine leichte Insuffizienz. Da kitzelt es wohl auch manchmal und man muss husten.

Auf das Brugada wurde bei mir auch schon getippt. Aber ich habe mir zum Glück weitere Meinungen eingeholt, weil die mit mir so nen Test machen wollten, wo eine Nebenwirkung Herzstillstand sein kann. Zum Glück haben 2 weitere Kardiologen gesagt, dass ich einen Score 0 für Brugada habe. Man muss dafür schon genetische Veranlagung haben...also es muss jmd.aus der Familie daran gestorben sein, erst dann steigt das Risiko. Mein Internist sagte auch noch zusätzlich, dass ich das Syndrom nicht habe...laut EKG schonmal gar nicht.

Meine Schwiegermutter sagte, die wollten mich höchstwahrscheinlich in eine Studie stecken...da das Alter und die Fitness+Lebensweise+Genetik perfekt gepasst hat. Sie hat mal beim Kardiologen gearbeitet. Dort wurde auch danach ausgewählt. Daher haben die mir vielleicht versucht eine gewisse Angst zu machen, damit ich dem Test zustimme. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber 3 Ärzte stehen gegen 1 Arzt...da glaube ich eher der Mehrheit. Würde es auch gar nicht wissen wollen ;-) dafür ist das Leben zu schön, als das ich permanent weiß, das ich an sowas leiden würde...um Gotteswillen!

Es tut mir echt leid, dass du mit den ES so schlecht klarkommst und deine Ängste deinen Tag bestimmen. Gerade die Natur ist existenziell wichtig um Angststörungen zu behandeln. Wenn dir deine Kardiologen sagen, dass dir nichts passieren kann, kannst du das such glauben ;-) sie würden dich sicher nicht derart belügen. Da kannst du dir schon sehr sicher sein! 

Die Ablation wirst du erst erhalten, wenn deine VES über 10.000 steigen...und das über einen langen Zeitraum.  Alles darunter ist nicht behandlungsbedürftig. Da würden die Risiken den Nutzen weit übersteigen. 

Ich würde schon gefragt, ob ich eine Ablation machen lassen möchte, aber bisher habe ich es abgelehnt. Ich weiß, dass die Medizin immer weiter kommt und in ein paar Jahren wird es bestimmt noch sicherer sein. Dann werde ich es mir sicher auch ernsthaft überlegen es machen zu lassen.

Deine Mutti sollte sich aber wenigstens 1x beim Kardiologen durchchecken lassen. Das wäre schon wichtig.

Nena, wenn ich dir einen Tipp geben darf. Gehe am Tag mindestens 1h schneller spazieren...das ist das Mindeste was du Gutes für dein Herzchen tun kannst. Ein Muskel muss trainiert werden, sonst verkümmert er. Oder fang mit 30 min. normalem Gehen am Stück an. Oder Radeln. Das belastet das Herz wirklich überhaupt nicht stark und ist gut für die Ausdauer. 

Achso...der Vagusnerv. Ja, der ist maßgeblich an den ES beteiligt. Da stimme ich dir voll zu. Das sagte meine Osteopathin auch! Ich bin auch ein sehr aufbrausend Typ..das ist natürlich auch nicht she förderlich um die ES etwas einzuschränken. Bei starkem Stress, Übermüdung, zuviel Essen bekomme ich sie noch stärker...und wenn ich Blockierungen habe! Die Ärzte meinen immer, dass das nicht sein kann...naja, ich merke es jedenfalls.

Bitte versuch, dich wieder vermehrt im Grünen aufzuhalten. Das wird dir gut tun! Deine Psyche wird es dir danken. Nimm eine Person mit, der du vertraust und dann kann auf jeden Fall nichts passieren. Genieß die frische Luft, das grüne Gras, die Bäume, die Vögel...die Ruhe und Kraft der Natur :-)

 

LG, Ann

Avatar
Beitrag melden
06.05.2020, 23:44 Uhr
Antwort

Ich bin durch die VES nicht in meiner körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt, denn wenn ich z.B. schnell gehe oder härter arbeite (z.B. im Garten) dann gehen sie meist ganz oder fast ganz weg. Nur wenn ich dann wieder ruhig werde, komme sie um so stärker wieder.

 

Du hast dein erstes Vorhofflimmern wie ich ja beim Laufen bekommen, wobei noch?

Ich kriege die Atrialen Tachykardien z.B. auch beim Bücken, beim Schuhe An oder Ausziehen oder Arbeiten im Hocken.

 

Ich hätte fast unfreiwillig einen Brugada-Test gemacht, denn mir wurde von einem Arzt zu dem ich eigentlich zur Ablation kam, Flecainid verschrieben (Gegen die VES). Ich hab bevor ich das Medikament überhaupt genommen habe, den Beipackzettel gelesen und mich im Internet informiert, danach wollte ich mit dem Arzt darüber sprechen(Wegen Brugada), aber er wollte das ich das Medikament sofort nehme und dann am nächsten Morgen zu ihm komme und ein EKG machen, das fand ich total unverantwortlich.

Ich hab es dann nicht genommen und versucht ihn nochmal zu kontaktieren.

Er hatte dann keinen Bock mehr auf mich(Wollte nicht mehr mit mir sprechen) und die Sprechstundenhilfe hat dann gesagt, ich soll wieder zu meinem alten Kardiologen gehen und das wars, entweder ich nehme das Flecainid oder es gibt eben keine Ablation bei ihm. Ich hab es natürlich nicht genommen.

 

Ich persönlich würde lieber wissen, ob ich eine potentiell tödliche Rhythmusstörung habe, denn dann kann ich mir einen Defi einsetzen lassen, das wäre mir ehrlich gesagt lieber, als plötzlich irgendwo ohne Vorahnung umzukippen und vielleicht nicht wiederbelebt werden zu können, weil der Krankenwagen zu lange braucht.

Wenn ich den Herzstillstand im Krankenhaus bei dem Test habe, dann kann man mich sofort wiederbeleben und die Chancen stehen gut, dass ich überlebe.

Ich werd diesen Sommer meinen Kardiologen mal fragen, ob wir den Test nicht doch machen sollten, denn sollte er negativ sein, würde mich das beruhigen und ich hätte weniger Angst.

 

Ich lese leider sehr viel über die Probleme die ich habe im Inernet und schaue mir die neusten Veröffentlichungen an und da komme ich mit meiner Symptomatik eben nicht gut weg, VES werden ja immer gefährlicher Eingestuft über die Jahre weil man nun mehr Daten hat, erhöhte Gesamtsterblichkeit auch unabhängig von Alter und trotz angeblich normalem Herzen erhöhte Chance auf plötzlichen Herztod usw. (z.B. Idiopathisches Kammerflimmern)

Dann das mit dem frühen Vorhofflimmern, das eben zwar nicht immer mit Brugada assoziiert ist, aber wohl noch unbekannten Ionenkanalmutationen oder winzigen degenerativen Veränderungen in der rechten Herzkammer. Auch hatten Patienten mit frühen Vorhofflimmern überdurchschnittlich oft plötzlichen Herztod in der Familie, das macht mir halt Angst.

Inkompletter Rechtsschenkelblock war in einer Studie als neu entdeckter Marker für frühes Vorhofflimmern, wohl weil da irgendwas mit den Ionenkanälen nicht stimmt (Ähnlich wie bei Brugada) wo man früher halt glaubte, dass sei immer eine Normvariante.

Und ich glaube kaum, dass alle Kardiologen da immer "up to date" sind und sich ständig fortbilden.

 

Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Ärzten und Vertrauen gemacht: Die Rettungssanitäter im Krankenwagen haben das Vorhofflimmern bei mir gar nicht erkannt und mich nach hause geschickt, ich durfte dann Stunden später selbst ins Krankenhaus fahren. Am nächsten Tag im Krankenhaus hat man mir nicht gesagt, dass ich Vorhofflimmern hatte, sondern sie wüssten noch nicht was ich hatte, nur das ich mir eine gute Klinik für eine Ablation suchen sollte. Die ganze Nacht war ein Horror, ich lag bis etwa 4 Uhr Morgens in der Notaufnahme mit dem Vorhofflimmern, bis es dann von selbst unter Betablockern aufhörte. Beim Gespräch mit dem Chefarzt kurz vor der Entlassung wurde mir von ihm nur gesagt, er glaube nicht das ich Vorhofflimmern hatte, ich sei dafür viel zu jung, er habe aber das EKG noch nicht gesehen, er wüsste nicht wo es gerade sei.

Ich habe ihm geglaubt, das war dumm und ich habe über 1 Jahr nicht gewusst, dass ich an diesem Tag eben doch Vorhofflimmern hatte.

Ich musste mir das EKG selbst aus dem Archiv des Krankenhauses holen, um es überhaupt zu sehen und dann hat mein Kardiologe es erkannt, Vorhofflimmern und mich eben erst mal zum Rhythmologen und danach zum UKE geschickt.

Ich vertraue eben nicht einfach Ärzten, weil ich schon so oft mit extremer Schlampigkeit konfrontiert wurde.

Ich habe z.B, auch so ein nerviges Thema wo ich nicht weiß, wem ich jetzt vertrauen soll: Im Langzeit EKG wurden polymorphe Couplets aufgezeichnet (Angeblich ja Zeichen für erhöhte Gefahr bei VES) aber mein Kardiologe sagt, dass sei irgendetwas anderes und ein Fehler der Auswertungs-Software. Im UKE hat man mir dann aber gesagt, es seien Polymorphe Couplets aufgezeichnet worden, aber das sei egal, weil sie nicht häufig kommen. Hab ich die nun, oder nicht? Es macht mich bis heute fertig. Ich denke mir dann: Polymorphe Couples = Bald kommt polymorphe VT und gute Nacht, Kammerflimmern und Tot.

 

Aber noch mal zur Bewegung: Früher wo ich jung war, da bin ich an manchen Tagen 25km gelaufen, war 30km von großen Städten weg, bin Berghänge hochgegangen, so was traue ich mich halt einfach nicht mehr aber gegen Bewegung an sich habe ich nichts.

Gehen tue ich noch viel, zwischen 4-10km am Tag, das brauche ich auch, nur Zuhause herumsitzen macht mich verrückt, im Garten arbeite ich auch gerne aber eben nie alleine. Im Winter gehe ich auf den Crosstrainer.

 

An Medikamenten habe ich bisher nur 2 Jahre lang Betablocker genommen, diese dann aber wieder in Absprache mit meinem Kardiologen abgesetzt, weil sie mir bei den VES überhaupt nicht halfen. Ich habe zwar von den Betablockern profitiert, weil mein recht hoher Puls (Meistens 80) um 10 Punkte runter ging, da ich aber einen niedrigen Blutdruck habe, wurde mir dadurch immer schnell Schwindelig und ich war total die Schlaftablette.

 

Vielleicht schreibt ja noch jemand hier mit der selben Problematik und wie sie oder er damit umgeht.

 

Liebe Grüße

 

Nena

Avatar
Beitrag melden
31.05.2020, 13:51 Uhr
Antwort

Hallo,

 

ich melde mich nochmal denn ich hatte vor 2 Tagen eine Ablation wegen des Vorhofflimmerns.

 

Den Termin habe ich spontan vorletzte Woche bekommen, nachdem mich mein Gastroenterologe der Klinik vorgestellt hat.

 

Von dem Eingriff selbst und was dort passiert ist, habe ich nichts mitbekommen. Sehr wohl aber von dem ganzen Stress davor. Wegen Corona konnte ich nur eine angehörige Person für eine Stunde am Tag zu mir ins Zimmer lassen und generell war der ganze Betrieb im Krankenhaus sehr eingeschränkt und chaotisch. Für mich war vor allem das lange Warten, ganz alleine, sehr unangenehm, ich würde jedem raten zu warten, bis sich die Sache mit Corona gelegt hat und die Krankenhäuser wieder offen sind wie früher.

 

Aber nun zu dem was gefunden wurde: Wie ich vermutet habe, war es eine Atriale Tachykardie, die mit einem Medikament während der EPU ausgelöst werden konnte. Nach mehrmaligem Geben des Medikaments ist dann Vorhofflimmern aufgetreten, ich wurde zweimal geschockt, um wieder in den Sinusrhythmus zu kommen.

Es kam von einer Stelle im rechten Vorhof, wo auch der Zwerchfellnerv am Herz sitzt, daher musste man extrem vorsichtig vorgehen bei der Ablation, damit der Nerv nicht geschädigt wird.

 

Ich muss mich jetzt erst mal erholen und kann natürlich erst in ein paar Monaten sagen, ob ein Langzeiterfolg da ist aber ich bin froh, den Eingriff gut überstanden zu haben. Die Leute im EPU-Labor und auf der Station waren alle sehr nett. Was ich jetzt noch habe ist ein erhöhter Puls, aber das wird sich wohl legen.

 

Zu den VES: Die können Laut den Ärzten bei mir leider nur nüchtern abladiert werden, da sie unter Sedierung nicht aufgetreten sind. Daher überlege ich mir das jetzt erst mal und versuche damit zu leben, denn eine Ablation ohne Narkose ist sicherlich nicht so lustig und ich habe noch zu wenig VES damit man den Eingriff jederzeit erfolgreich vornehmen könnte.

 

Liebe Grüße

 

Nena