Experte für Prinzmetal?

Kategorie: Herzberatung » Selbsthilfeforum - Herz und Kreislauf

03.09.2018 | 14:49 Uhr

Hallo zusammen, ich bin weiblich, 44 Jahre alt, Nichtraucherin und bis auf relativ häufige Migräneanfälle eigentlich immer gesund gewesen. Vor einem Jahr hatte ich aus heiterem Himmel einen Herzinfarkt, habe 2 Stents bekommen. Alle vaskulären Risikofaktoren konnten ausgeschlossen werden. Niedriger Blutdruck, keinerlei Ablagerungen in den Gefäßen, niedriges Cholesterin, kein Übergewicht, keine Fettstoffwechselstörungen, kein Rheuma. Bin allerdings relativ stressanfällig. Ich habe seit dem Infarkt immer wieder phasenweise Schmerzen in der Brust, Brennen hinter dem Brustbein, etc. Meine Frage nach der Ursache für den Infarkt bekam ich ein achselzuckendes "ist halt wie ein Sechser im Lotto" - so unwahrscheinlich bei meinen Voraussetzungen, aber kann passieren. 

Ich war im April nochmal zur KU aufgrund meiner Beschwerden, es konnte nichts festgestellt werden. Allerdings vermerkte der Kardiologie auffallend eng gestellte Herzkranzgefäße, die sich nach der Gabe von Nitro dann weiteten. 

Nun bin ich zufällig über die Prinzmetal Angina gestolpert und erkenne mich da doch in weiten Teilen wieder. Wohne allerdings in einem recht kleinen Ort, wo ich dem Feld- Wald- und Wiesenkardiologen diesbezüglich nicht allzu große Kenntnis unterstelle. Jedenfalls hat er ja auch von sich aus Die Idee nicht gehabt. Nun würde ich gern wissen, ob jemand einen Kardiologen empfehlen kann, der sich mit PMA auskennt. Ich wohne in Westdeutschland zwischen Köln und Düsseldorf, würde aber auch eine gewisse Anfahrt auf mich nehmen.

Lieben Dank schonmal im Voraus!

Katja 

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Community-Managerin
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06.09.2018, 16:47 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Hallo Katja,

vielen Dank für Ihren Beitrag in unserem Selbsthilfeforum.

Leider kam noch kein Tipp aus unserem Forum, manchmal kann es aber auch eine Weile dauern bis man eine Antwort erhält.

Zwischenzeitlich könnten Sie sich zum Beispiel bei Ihrer Krankenkasse informieren, dort kann man auch Auskunft auf der Suche nach einem passenden Facharzt erhalten. Manche Krankenkassen bieten das auch online an. Oder fragen Sie bei Ihrem Hausarzt nach, häufig bekommen die von Patienten Empfehlungen zu anderen Fachärzten oder haben bereits gute Erfahrungen mit einem Arzt gemacht.

Sicher ist es immer besser eine direkte Empfehlung zu erhalten, daher hoffe ich, Sie werden hier noch eine Antwort erhalten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Viele Grüße

Victoria Martini

Lifleine - Community-Managerin

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16.10.2018, 20:24 Uhr
Antwort

Prinzmetal diagnostiziert zu bekommen sehe ich mittlerweile auch als 6er im Lotto. Nach gefühlt 100en Herzattacken, 10mal 112 und immer "normalen EKG" mit neuerdings immer mehr S/VES bin ich langsam ganz schön platt mit meinem 40. Bevor hier bei uns PMA ausgesprochen wird, schickt man dich eher 2 Jahre in die PsychoTherapie...

Interessant, Sie hatten keinerlei Ablagerungen, aber trotzdem zwei Stents bekommen? Da hatten Sie wohl doch zwei Engstellen. Vielleicht auch genetisches LottoGlück...

Nehmen Sie denn Medikamente?
Nach einem Infarkt bekommt man doch Medis wie BetaBlocker, Verdünner etc.

Haben Sie bei Ihren Beschwerden jetzt mal wieder Nitro bekommen und ging es dann weg?

Das könnte man dem Arzt sagen, sodass er eventuell diese LangWirkenden NitroKapseln oder andere Leitungsöffner verschreibt.

Ohne Medis auf Rezept kann man eben nur mit Verdünnern wir Aspririn, Ingwer, Kurkuma, Gingko etc. und heissen Bädern experimentieren und beobachten...

Zauberkräfte zur Allgemeinstärkung und Flexibilisierung soll Weißdorn haben. 
...und paar mal 5 sek tief einatmen, 2sec halten, und kräftig mit O-Ton ausatmen. Entspannt alle Adern ein paar Prozent. Unterstützt aber nur...

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29.10.2018, 14:52 Uhr
Antwort

Hallo Katja,

 

es gibt hier im Forum einen längeren Austausch bzgl. dieser Erkrankung aus dem Jahre 2011- von Eule61 usw.-.

Ich selber bin vorgestern darauf gestossen, weil ich damit auch so meine Probleme habe :

 

Seit Jahrzehnten habe ich immer wieder  Herzschmerzen in Ruhe und nie bei körperlicher Belastung.

Die Schmerzen kommen überfallartig und in letzter Zeit kommt  ein heftiger starker -Vernichtungschmerz- hinter dem Brustbein dazu, aber nur für Sekunden,aber der der Schmerz schwingt irgendwie noch länger nach und natürlich die Angst.

Herzschwerzen in der Herzgegend haben auch mal länger gedauert und ich habe diese bisher öfters mit Nitro beenden können.

Daraufhin wurde im April 18 ein Herz-CT gemacht mit der Aussage, keinerlei Stenosen mit eine dem Alter entsprechende sehr weit unter dem Durchschnitt liegende minimale  Verkalkung.

Habe aber doch noch auf ein Stress Herz MRT ( 09/18) bestanden und auch  dort ist alles o.k. bis auf ein Hinweis auf eine Microangiopathie, die aber lt. Kardiologe nicht relevant wäre.

Wie geschrieben habe die genannten Beschwerden  immer nur in Ruhe bei allen Gelegenheiten und auch nicht täglich.

Kann also eigentlich keine Microangiopathie sein, weil diese in der Regel belastungsabhängig ist.

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich zig EKGs/BelastungsEKGs/Stress/EKGs und vor 2 Jahren auch einen Herzkatheter bekommen und alles ohne Befunde.

Habe wirklich nichts ausgelassen.

Meine Blutwerte waren immer sehr gut ,bis allerdings immer wieder erhebliche Blutdruckschwankungen, die werden mit Medis behandelt.

Bin leider schon immer ein Stresstyp gewesen mit innerer Unruhe , andauernde Schlafprobleme usw.

Habe zwar auch starke HWS-Probleme (2 Vorfälle /Stenosen usw),BW.Bruch , die dafür verantwortlich sein könnten, was ich aber bezweifel, da ich mich z.B. beim Auftreten der plötzlichen Brustschmerzen (hinterm Brustbein) oft weder bewege noch sonstwas mache, sondern ganz ruhig z.B. sitze und lese.

 

Wie auch immer , wurde ich bisher seit Jahren immer mit eine "Herzneurose" nach Haus geschickt, woran ich schon selber geglaubt hatte.

Nun hat mein Kardio von selber die Prinzmetal-Geschichte angesprochen und ich solle mal 6 Wochen lang Amlopidin nehmen.

und schauen wie es mit den Anfällen dann ist. Wenn ich mir jedoch den "Waschzettel" durchlese wird mir Angst und Bange.

Nitro ginge auch, aber mein BD und er Puls ( um die 55 ) würden dann noch mehr absinken.

Ich wohne im Düsseldorfer Süden und habe noch nach keinem sog. Spezialisten bzgl. der Prinzmetal-Angina ausschau gehalten.

Kommt ja wohl ganz selten vor.

Mein Kardiologe meinte, er hätte bisher erst einen Patienten damit gehabt und der musste deshalb einen Beipass gelegt bekommen

und hatte dann Ruhe vor den Spasmen.

Evtl. könnte man den Faden aus dem Jahr 2011 mit den Erfahrungen der Betroffenen ja hier wieder aufnahmen ?

Wäre schon interessant und hilfreich.

 

Liebe Grüsse

 

Wolfgang

 

 

 

 

 

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29.10.2018, 14:59 Uhr
Antwort

übrigens , das was AlterSchwede schreibt, kann ich nur bestätigen.

Habe auch einige psychosomatische Kliniken hinter mir sowie ambulante Therapien, aber die Herzprobleme sind unverändert und man wird irgenwann damit nicht mehr für voll bzw. ernst genommen.

Selbst die Notfallambulanz schaut spätetestens beim 3. dortigem Auftauchen nicht mehr so genau hin.

 

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