Diagnose Myokarditis | Schweregrad für mich unklar

Kategorie: Herzberatung » Selbsthilfeforum - Herz und Kreislauf

24.07.2019 | 11:03 Uhr

Hallo liebe User,

ich bin neu hier und hoffe, dass Ihr mir bei meinem Problem weiterhelfen könnt, da ich aus Kopfverbrechen schon tagelang deswegen nicht richtig schlafen kann.

Kurz zu mir: ich bin männlich und 31 Jahre alt.

Ich wurde aufgrund starker grippeähnlichen Symptomen zudem Druckgefühl auf der Brust ins Krankenhaus eingeliefert wo ich auch 4 Tage stationär behandelt wurde und der Verdacht auf Myokarditis bestätigt wurde.

Nach der MRT meinte der Arzt zu mir, dass eine geringe intramyokardiale fleckförmige Kontrastmittelanspeicherung sichtbar war mit einem sehr geringen Perikardergus an der selben Stelle, dies eben auf eine Myokarditis hindeute und dass ich mit dem Sport (Krafttraining) einfach 4 Wochen pausieren soll. Zudem hätte ich eine Am nächsten Tag wurde ich dann auch mit dem Befundbrief und 3 Tabletten Ramipiril (ACE-Hemmer) entlassen. In dem Befundbrief stand unter anderem, dass ein leicht erweiterter linker Ventrikel festgestellt worden ist mit einer noch normalen linksventrikulären Funktion ohne Kinetikstörungen. Empfohlen wird eine Therapie mit niedrig dosierten ACE-Hemmer bei erweitertem Linksventrikel.

Am nächsten Tag ging ich mit dem Befundbrief vom Krankenhaus zu meiner Hausärztin die mich nach der Empfehlung des Krankenhauses zum Kardiologen überweisen sollte.

Meine Hausärztin hat sich den Befundbrief durchgelesen und meinte zu mir, dass es sich um eine leichte Myokarditis handle, hat mir aber dennoch ACE-Hemmer (Ramipiril 2,5mg) verschrieben und mich zum Kardiologen in 3 Wochen überwiesen.

Nun zu meinem Kopfzerbrechen:

Ich kannte diese Krankheit zuvor nicht und hatte auch nichts davon gehört. So entschied ich mich also darüber zu googlen. Desöfteren habe ich in diversen Berichten und Foren von einer Schonungszeit von 3-6 Monaten gelesen und mich dann gefragt warum man mir im Krankenhaus lediglich die 4 Wochen nannte?

Zudem habe ich gelesen, dass eine Kontrastmittelspeicherung bei einer Myokarditis nichts gutes heißen würde und dass dies eigentlich heißt, dass sich die Herzmuskelentzündung in einem schweren/schwereren Grad befindet. Wieso also hat man mir gesagt, dass ich nur eine leichte Myokarditis hätte?

Zudem weiß ich bis heute nicht, was genau „Kontrastmittelspeicherung“ für mich bedeutet?
Dass da Narben entstanden sind? Der Arzt hat mich nach der MRT die geringe Stelle mit der Kontrastmittelspeicherung gezeigt ich erinnere mich jedoch nicht ob er von Narben oder „Löchern“ gesprochen hat – weil ich total unter Schock stand, dass ich eine Krankheit habe von den ich noch nie was gehört hatte.

 

Ich hoffe Ihr könnt mich da bisschen einleuchten, was da jetzt eigentlich genau Sache ist, bin nämlich total verzweifelt. Noch nie habe ich mich von Ärzten so „unterberaten“ gefühlt.

Einerseits ärgert es mich andererseits gibt mir das irgendwie die Hoffnung, dass es sich tatsächlich um eine nur leichte Myokarditis handelt, dass man gar nicht groß auf eine Beratung eingeht.

 

Ich wurde am 4. Tag vom Krankenhaus entlassen, nachdem alle meine Symptome abgeklungen waren.

Die ersten 2-3 Tage Zuhause habe ich mich etwas schlapp gefühlt, mittlerweile bin ich in der zweiten Woche und ich fühle mich vom Allgemeinwohl her top fit. Ich habe keine Beschwerden oder Symptome, fühle mich aufgeweckt und fühle mich eigentlich schon wie vor der Erkrankung – nur eben, dass ich mich körperlich schone.

 

Würde mich über jede einzelne Antwort freuen.

 

Vielen Dank im Voraus!

 

MfG

 

 

 

 

 

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Bisherige Antworten
Community-Managerin
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29.07.2019, 16:44 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Hallo lieber User,

schön, dass es Ihnen nach dem Krankenhausaufenthalt wieder so gut geht. Das Sie trotzdem Fragen haben verstehe ich natürlich, leider hat Ihnen hier in unserem Selbsthilfeforum aber noch niemand geantwortet. Manchmal kann das etwas dauern.

:-)

Sie können sich aber auf parallel an unseren Expertenrat der Herzberatung wenden und dort Ihre Frage auch noch einmal einstellen:

https://fragen.herzberatung.de/expertenrat/

Unser Expertenteam wird Ihnen Ihre Fragen soweit möglich gerne beantworten.

Viele Grüße

Victoria

Lifeline - Community-Managerin