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Sekundenherztod - Häufigkeit bei Herzinsuffizienz im hohen Alter

Kategorie: Archiv Expertenräte Herzberatung » Herz | Expertenfrage

20.05.2009 | 15:49 Uhr
Sehr geehrtes Expertenteam
Nachdem ich nun weiß, dass man ein Lungenödem nicht ganz sicher umgehen kann und die Angst um meine Mutter diesbezüglich mir das Leben schwer macht, ergibt sich die Frage nach der Wahrscheinlichkeit ...... , d. h. wie häufig tritt ein Lungenödem bei Patienten im Alter von 87 Jahren mit Herzschwäche auf ?
Dann nach dem Prinzip Hoffung meine andere Frage : Es heißt es doch , dass der Sekundenherztod, den meine Mutter sich wünscht, bei Herzinsuffizienz eine häufige Todesart darstellt ,
Gibt es eine Statistik darüber, oder würden Sie mir mitteilen, wie wahrscheinlich es nach Ihrer Erfahrung für eine Patientin im Alter von 87 Jahren ist, den Sekundenherztod oder einen anderen schnellt Tod sterben zu dürfen?
LG
Sina

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20.05.2009, 21:29 Uhr
Antwort
Hallo Sina,
1. Wenn der Patient gut betreut wird und sich nach den Anweisungen des Arztes richtet, ist ein Lungenödem selten.
2. Das Auftreten eines Plötzlichen Herztodes ist nicht abhängig vom Alter, sondern von der Herzleistung. Außerdem kann man leider aufgrund einer Statistik nicht auf den einzelnen Menschen zurückrechnen. Was hilft es Ihrer Mutter, wenn Sie wüsste, die Wahrscheinlichkeit für sie läge bei 10% oder 80%? Wer sagt, zu welcher Gruppe sie gehört, die, die es trifft, oder die, die es nicht trifft? Vergessen Sie die Gedanken!!!!! ES macht keinen Sinn.
Lieben Gruß
km
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21.05.2009, 09:30 Uhr
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Lieber Herr Dr. Magnusson,
herzlichsten Dank für die Antwort.
Vielleicht bewegen sich meine Gedanken wirklich für Außenstehende in seltsame Richtungen, aber ich betreue nun seit dreieinhalb Jahren meine mitunter auch von Demenz betroffene, herzkranke Mutter , und das sozusagen rund um die Uhr, .....das führt mich zunehmend an die eigenen Grenzen .
Und zwar auch deshalb, wie ich meine, weil ich mehr oder weniger unbewusst dauernd in einer Art Alarmbereitschaft lebe, weil mir die Angst vor einem qualvollen Tod , den sie eventuell erleiden muß , nicht aus dem Sinn kommt, ...und daß ich es mitansehen muß, nicht helfen kann, nichts tun kann und .....
So , wie ich es bei meinem Vater eben erlebt habe.
Zu wissen, wieviel Prozent der Betroffenen einen Sekundenherztod erleben oder einen sanften Tod , macht insofern für mich Sinn, weil ich...... - zwischen Hoffen und Bangen schwebend - ...... dann einschätzen kann, wie realistisch meine Angst ist vor einem qualvollen Ende meiner Mutter ist ..........
..........oder besser ausgedrückt, wenn 80 % der Patienten einen sanften , schnellen Tod erfahren dürfen, dann wäre für mich die Hoffnung darauf realistisch begründet .........
bei 10 Prozent wäre eben das Bangen eher realistisch begründet ......
LG
Sina
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21.05.2009, 10:05 Uhr
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...und genau das ist das Problem, bei der Angabe irgendeiner Prozentzahl kann es sein, dass man auf etwas hofft, was nicht eintreffen wird, da im Einzelfall man genau zu den anderen Prozenten gehört.... Es ist eben nur Statistik und hat mit dem Einzelschicksal nichts zu tun.
Lieben Gruß
km
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21.05.2009, 10:25 Uhr
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.....so kann ich es nicht sehen, nein. Bei 80 % wäre es nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung zumindest denkbar, dass das Schlimmste höchstwahrscheinlich NICHT eintreffen wird........
Verstehen Sie, wenn nach der Statistik 80 % aller Autofahrer bei einem Unfalltod umkommen würden, würde ich mich nicht nur noch höchstselten in ein Auto setzen,............ da aber nur , .was weiß ich , sagen wir ...... 2 % der Autofahrer den Unfalltod.... ....., lässt sich die Gefahr verdrängen und man steigt ein und fährt ........
LG
Sina
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21.05.2009, 10:36 Uhr
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......wenn eine Operation zu 90 % die Chance hat, erfolgreich zu verlaufen, wird sie einem Patienten doch im allgemeinen empfohlen..... (??)
.....obwohl er ja auch zu dem Kreis der 10 % gehören könnte, bei denen sie eben nicht erfolgreich verläuft ....
LG
Sina
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21.05.2009, 20:33 Uhr
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...aber leider hilft es dem operierten Patienten doch wenig, wenn er zu den wenigen gehört, die bei der OP versterben. Das ist nicht vorauszusehen. Nehmen Sie bitte die Dinge, wie sie sind.... Sie werden den Ausgang eh nicht ändern...
Lieben Gruß
km
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22.05.2009, 09:07 Uhr
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Lieber Herr. Dr. Magnusson,
glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage: Die Realität ist zu hart für Feiglinge ..... .
..........und wenn es nur ein Traum wäre ......... , .der mit Hilfe einer günstigen Statistik leichter zu träumen wäre ............. ., er würde mir die Situation, die ich gerade erlebe, eine Spur leichter machen ..............
Hat nicht Hucklebery Finn auch seine Träume gelebt ......??
Zwar lebe ich nicht in einer Mülltonne, aber ich fühl mich jetzt manchmal so .......
Mich bewegen tausend Fragen um das Sterben ........ , ich trau mich , und stelle ein paar davon noch einmal :
Wie stehen die Chancen für eine Patientin mit Herzinsuffizienz im Stadium 3 im Alter von 87 , den Sekundenherztod zu erfahren ?
Wieviel Prozent der Sterbenden fallen vor dem Tod in Bewusstlosigkeit ?
Und weiß man , ob diese Atemaussetzer vor dem Sterben ..........., ob der Patient dabei Erstickungsgefühle erleiden muß oder ist die Bewusstlosigkeit bereits so tief, dass er das gar nicht mehr mitkriegt ?
LG
Sina
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23.05.2009, 13:34 Uhr
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Offensichtlich scheinen Sie sich mehr als nötig und mehr als normal mit der Erkrankung Ihrer Mutter zu beschäftigen. Sie sollten sich Hilfe suchen, aber nicht bei einem Schulmediziner...
Die Antwort, die ich Ihnen geben könnte - und nicht geben werde - wird Ihre psychische Situation und Verfassung nicht verbessern und vor allem nicht die Ihrer Mutter !!!
Lieben Gruß
km
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23.05.2009, 18:23 Uhr
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............ich kann Ihre Ansicht zwar nicht teilen, aber ich danke Ihnen für das Interesse und dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sich mit der Frage zu befassen. :-)
Einer Sterbenden zu Hause beistehen, welche Gefühle da normal sind .......
Als Mediziner können Sie vermutlich nicht nachvollziehen, wie hilflos man sich fühlt, wenn man nichts tun kann.
Mir leuchtet zwar nicht ein, warum man nicht zumindest wissen sollte,
was/ wie häufig bwz. selten vorkommt im Sterbeprozess, um sich irgendwie zu orientieren, um abzuschätzen , was auf einen zukommen mag, aber ich muss Ihre Einstellung dann wohl respektieren...... . .
:-(
LG
Sina