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Maßnahmen bei Herzinsuffizienz im Endstadium

Kategorie: Archiv Expertenräte Herzberatung » Herz | Expertenfrage

29.10.2009 | 16:39 Uhr
Sehr geehrtes Expertenteam, hallo Herr Dr. Magnusson,
mich beschäftigen Fragen zu dem Thema Herzinsuffizienz NYHA 4, und ich brauche Klarheit.
Meine Mutter (87 ) leidet im neunten Jahr an Herzinsuffizienz , ich denke erst im Stadium 3 der Krankheit, wie ich hier schon mehrmals berichtet habe. Das Alter macht ihr zu schaffen und sie wünscht sich immer öfter den Sekundenherztod, aber leider lässt die Symptombeschreibung in Gesundheitsbüchern im Endstadium der Krankheit auch auf eine enorme Leidenszeit schließen.
.
Beschwerden , Atemnot in Ruhe, heisst das , dass diese Beschwerden auftreten, wenn Wassereinlagerungen resistent gegen jedes Diuretikum sind, bzw. ist es Wasser, das dann zu der Atemnot in Ruhe führt und mit welchen Maßnahmen hat ein Patient dann in der Klinik zu rechnen ? Auch Punktion ?
Oder muß man in diesem Stadium auch dann mit Atemnot in Ruhe rechnen, wenn keine Wassereinlagerungen vorliegen ?
Man liest , dass die Patienten im Endstadium "mit beiden Händen im Bett aufstützend nach Luft ringen " , .......... das ist nun eine grauenhafte Vorstellung,
und da fragt man sich und ich jetzt das Beraterteam : Wie lange muss ein Mensch denn so leiden in der Regel , Tage , Wochen , Monate und wie kann ihm geholfen werden `?
Morphium kann doch gegen Luftnot nichts bewirken oder ? und Sterbehilfe , ist die da vielleicht doch ein Mittel der Wahl ...sozusagen ohne Segen des Gesetzgebers ? Man kann das ja nur hoffen ..
Ich brauche Klarheit und hoffe auf Verständnis und Aufklärung .....
Danke
LG
Sina

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29.10.2009, 17:29 Uhr
Antwort
.......wie ist eigentlich diese Einteilung zu verstehen,............ wenn meine Mutter zu wenig von dem Diuretium nimmt, hat sie schon auch mit der Zeit Beschwerden im Schlaf , also in Ruhe .... , ist das nun doch Stadium 4 der Krankheit ?
Oder wäre dem nur dann so, wenn diese Beschwerden bei optimaler Medikation auftreten würden ?
LG
Sina
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29.10.2009, 19:31 Uhr
Kommentar

Liebe Sina,

bitte stellen Sie Ihre Fragen nur in einem Forum, vielen Dank! Was nützt Ihnen die Kenntnis der Einteilung von Herzinsuffizienz-Stadien und deren Definition? Sie brauchen unbedingt eine enge und vertrauensvolle Anbindung Ihrer Mutter an einen Arzt vor Ort. Der kann dann gemeinsam mit Ihnen und Ihrer Mutter ein Konzept zur weiteren Behandlung festlegen und auch palliative Therapieansätze planen und verwirklichen. Der Verlauf einer Herzinsuffizienz ist individuell und nicht durch Lektüre von Internetliteratur vorherzusehen. Sollten schwere Formen von Atemnot auftreten, so können diese gut behandelt werden, u.a. und nach strenger Indikationsstellung auch mit Morphin-Gaben. Selbstverständlich sollte Ihre Mutter auch weiterhin ein Diuretikum nehmen, und zwar in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Viele Grüsse,

Martin Carlitscheck

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30.10.2009, 10:15 Uhr
Kommentar
Sehr geehrter Herr Dr. Carlitscheck,
offen gestanden verstehe ich ihre Haltung nicht .
Die enge und vertrauensvolle Anbindung meiner Mutter an einen Arzt vor Ort ist ja gegeben.
Meine Fragen beziehen sich ja nicht auf den derzeitigen Stand der Entwicklung, die natürlich mit ihm besprochen ist. ES sind Befürchtungen, die ich habe, udn dass ich sie dem behandelnden Arzt noch nicht mitgeteilt haben, liegt allein daran, dass ich ihn nur im Beisein meiner Mutter sehe und sie von dem, was ihr bevorstehen könnte, keine Ahnung hat, und das soll so bleiben.......
Meine Fragen sind aber doch keine hysterischen HIrngespinste, sie beziehen sich auf ein Schreckensszenario, das man in jedem Gesundheitsbuch so oder so nachlesen kann, und DAS scheint ja offenbar Fakt zu sein, dass dies zumindest eine der Möglichkeiten ist , die einem Kranken bevorstehen können.
Wundert es Sie, wenn Angehörige von Betroffenen dann der Frage nachgehen, was passiert, wenn ........ ?
Warum gibt es in meinem Fall auf konkrete Fragen keine konkrete Antwort ........?
LG
Sina