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EKG: überdrehter Rechtslagetyp

Kategorie: Archiv Expertenräte Herzberatung » Herz | Expertenfrage

05.05.2009 | 17:51 Uhr
Ich bin 55 Jahre alt und betreibe seit frühester Jugend mehrmals die Woche Sport. Bei einer Routineuntersuchung beim Sportmediziner ergab das Belastungs-EKG (bis 250 Watt) keinen pathologischen resp. verdächtigen Befund. Beim Ruhe-EKG wurde jedoch ein "überdrehter Rechtstyp" mit einem "inkompetten Rechtsschenkelblock" festgestellt. Ansonsten war das EKG unauffällig, sämtliche Vermessungsergebnisse (QRS, QT, Sokolow etc.) in der Norm. Mein Arzt kommentierte diesen Befund nicht weiter; beim Schlaumachen im Internet musste ich erfahren, dass ein "überdrehter Rechtstyp" immer pathologisch sei. Was sagt dieser Befund nun wirklich aus, was hat er konkret zu bedeuten? Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

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05.05.2009, 19:00 Uhr
Antwort
Hallo Thomas,
ein überdrehter Rechtstyp ist nicht immer pathologisch. Durch den "Typ" wird lediglich die Herzachse bestimmt, die bei verschiedene Personen auch unterschiedlich sein kann. Ein überdrehter Rechtstyp kommt vor allem bei Personen mit Lungenerkrankungen vor. Wenn Sie diesbezüglich beschwerdefrei sind, brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen.
Dennoch können Sie sich zur Abklärung des Befundes gerne bei Ihrem Kardiologen schlau machen.
Lieben Gruß
km