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EKG mit ST-Streckensenkung

Kategorie: Archiv Expertenräte Herzberatung » Herz | Expertenfrage

15.06.2009 | 18:48 Uhr
Sehr geehrter Dr. Magnusson.
Ich bin 47 Jahre, hatte in 12/2008 einen Infarkt mit RCX-PTCA und Stent (nicht beschichtet). Narbengewebe war nur minimal im Myokardszintigramm sichtbar. Ein weiterer Stent im RIVA wurde Ende April 09 gesetzt, nachdem im Belastungs MRT eine belastungsabhängige ISchämie festegestellt wurde. Seitdem fühle ich mich belastbar wie seit Jahren nicht mehr.
Letzte Woche kam es als Folge von Atemproblemen, Druck im Oberbauch und Schwäche nach dem Treppensteigen zu einer stationären Einweisung. Befunde: Leichte Magenschleimhautentzündung mit Reflux und Zwerchfellbruch. Im Belastungs EKG wurde ich bis 200 Watt gemessen ohne klinische Symptomatik, Puls bei 155.
Dabei zeigte sich "eine ST-Streckensenkung ascendierend verlaufend bis maximal 0,22 mV in der Ableitung V6, diese waren als nicht relevant anzusehen". Begonnen haben die ST-Streckensenkungen bei 75 Watt.
Die o.g. Symptomatik ist wieder verschwunden, ich fühle mich ausgezeichnet, habe einen ersten langen und schnellen Spaziergang hinter mir. Ich hatte stets ein Sportlerherz (Ruhepuls ca. 45), nehme Betablocker, ACE-Hemmer und die weiteren üblichen Medikamente.
Nach meinen Recherchen bei google lese ich stets, dass eine ST-Streckensenkung >0,1 ein Zeichen für eine Ischämie darstellt, was mich nun sehr beunruhigt.
Über ihre Einschätzung würde ich mich sehr freuen.
im voraus vielen Dank,
K. Müller

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Bisherige Antworten
Dr. Claudia Bernholt
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15.06.2009, 19:55 Uhr
Antwort von Dr. Claudia Bernholt
Hallo Herr Müller, pathologisch sind descendierende, nicht ascendierende ST Streckensenkungen.
Gruß
CB
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15.06.2009, 20:39 Uhr
Kommentar
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Klaus Müller