Weitere Abklärung der Symptome notwendig, wenn ja wo und wie

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

13.05.2019 | 15:54 Uhr

Hallo :)

ich habe eine Frage zu meiner Symptomatik und ob weitere Abklärung notwendig ist. Ich selbst bin 21 Jahre alt, 183cm groß und wiege 66kg (wenig, aber noch im Rahmen). Sämtliche Blutwerte (Eisen, Schilddrüse, Zucker, kleines Blutbild) sind durchweg, bis auf ein leichter Vitamin D3-Mangel und einer temporären Schilddrüsenunterfunktion in der Pubertät in Ordnung. Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind keine bekannt.

Versuche mich so kurz wie möglich zu halten und chronologisch bei Symptomen und Diagnostik vorzugehen:

- Habe schon immer einen, im Vergleich zu gleichaltrigen, hohen Ruhepuls und auch bei leichten Belastungen damals im Sportunterricht war mein Puls immer 20-30 Schläge schneller als der meiner Klassenkameraden. Was Ausdauerleistungen angeht war ich aber nie schlecht, also damals als nichts pathologisches angetan.

Das ganze ist auch immer noch der Fall. Habe oft Phasen mehrerer Wochen wo mein Ruhepuls immer zwischen 90-110 ist. In den letzten Wochen war er aber sehr stabil normal zwischen 60 und 80 manchmal in Verbindung mit Herzklopfen (aber kein Herzrasen)

- Mit 18, also vor ca. 3 Jahren hatte ich eine Phase in der ich sehr oft keinen Hunger hatte, ein Völlegefühl verspürt habe, mir schlecht war und auch des öfteren in Ruhe Atemnot hatte. Das war dann mal an einem Abend ziemlich schlimm, dass ich in die Notaufnahme bin. Brustschmerzen oder Ödeme hatte ich keine. Dort haben sie ein EKG gemacht und eine ST-Hebung in V2-V4 festgestellt. Troponin T war mit 22 ng/L ebenfalls leicht erhöht. Daraufhin haben sie den Thorax geröntgt. Die Anamnese-Ärztin meinte, dass das Röntgenbild auffällig ist und hat daraufhin mit einer Kardioklinik kommuniziert. Was genau weiß ich nicht, im Abschlussbericht steht aber, dass das Röntgenbild wohl doch unauffällig war. War dann noch die Nacht über im KH, am nächsten Tag haben sie noch Sono von Herz, Abdomen und Schilddrüse gemacht, aber alles unauffällig und wurde daraufhin entlassen.

Einige Zeit nach dem KH aufenthalt ging es mir auch weitestgehend besser, außer an manchen Tagen nach wie vor die Übelkeit und Müdigkeit.

- War dann vor ca. einem halben Jahr wegen dem immer wieder wochenlang auftretenden hohen Puls und den Phasen der Erschöpfung/Appetitlosigkeit/Schwindel doch mal deswegen beim Hausarzt. Blut/Urin waren in Ordnung. Er hat mir daraufhin eine Überweisung zum Kardiologen geschrieben, dort wurde ein Langzeit-EKG gemacht, was unauffällig war (wurde mir zumindest kurz am Telefon gesagt)

- Vor einem Monat hatte ich für ca. eine Woche ein Brennen hinter dem Brustbein, aber weil weitere Symptome ausgeblieben sind (wie Veränderung bei Belastung oder Atemnot) war ich nicht beim Arzt. Hab eine Skoliose und öfters mal Rückenschmerzen, aber im Brustkorb eigentlich noch nie.

- Ich denke (kann es aber nicht sicher sagen), dass die Symptome damit korrelieren wie viel ich esse. Also ich versuche schon lange ein paar Kilos zuzunehmen und hab da auch mal die kcal notiert die ich esse. Schaffe allgemein nicht viel auf einmal zu essen und grade mal 2-3 Tage am Stück mit 2500 kcal pro Tag. Dann setzt ein Völlegefühl ein, oft mit Erschöpfung/kurzatmigkeit und hohem Puls, was meist so 2-3 Tage dauert bis es wieder weg ist. Bekomme in der Zeit auch nur sehr wenig runter. Aber wie gesagt, keine Ahnung ob das überhaupt damit was zu tun hat.

 

Hoffe ich habe an alles gedacht :) 

Also meine Fragen wären:

Kann eine st-hebung mit leicht erhöhtem Troponin T einfach so vorkommen, ohne pathologischen Hintergrund?

In welche Richtung sollte ich weiterschauen, was die Symptome bei mir auslöst?

 

Vielen Dank für eure Zeit und Antowrten schonmal im Vorraus :)

 

Viele Grüße

Jonas

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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27.05.2019, 13:08 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Jonas,

ja sowohl eine ST-Hebung, sowie ein leicht erhöhtes Troponin T, kann auch andere Ursachen, wie zum Beispiel einen Infekt, haben, auch wenn diese Parameter eigentlich sehr spezifisch sind.

Es ist schon möglich, dass die Symptome auch mit dem was Sie bzw. vor allem wie viel Sie essen. In diesem Falle wäre zum Beispiel eine gastroenterologsche Abklärung sinnvoll. Auch die Skoliose kann ein Mitauslöser sein, so dass hier eventuell auch eine orthopädische Abklärung sinnvoll sein kann. Am besten besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt, dieser kann Sie dann weiter überweisen.

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam