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Vorhofflimmern

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

11.08.2020 | 18:15 Uhr
Weiblich, geb. 1963: Ich hatte 2013 eine Notoperation. Ergebnis: Ich hatte einen Thrombus im Herzohr und der gelang "glücklicherweise" nur in meinen rechten Arm! Die Embolektomie war erfolgreich und seit dem nehme ich Marcoumar. Ich hatte weder jemals zuvor (Habe mich regelmässig untersuchen lassen), noch bei allen Untersuchungen im KH nach der OP irgendein Problem mit dem Herz...auch KEIN Vorhofflimmern. (EKG, Echokardiogramm, Ultraschall, TEE, 24Std. EKG) Wenn ich recherchiere bzgl. Thrombus im Herzohr, sehe ich IMMER, dass Vorhofflimmern die Ursache ist. 
Thrombus wurde im linken Herzohr gefunden bei TEE Untersuchung...Thrombus war im rechten Arm in der Arteria Brachialis..und JA die Ärzte sagten dies ist selten der Fall....aber eben Glück dass der Thrombus nicht in die Lunge oder Gehirn wanderte! Ich habe früher geraucht (von 1980 bis 1999) plus Pille (von 1980 bis zur Operation....danach sofort abgesetzt).....doch Vorhofflimmern (was angeblich immer die Ursache dafür ist) hatte ich NIE.
Ich hatte in meinem Leben schon viele Herzuntersuchungen und messe auch immer selbst Blutdruck und Puls (Immer einwandfrei!) und ich hatte auch nie spürbare Symptome von Flimmern. Frage mich halt ob es auch Ausnahmen gibt: Thrombus linkes Herzohr OHNE VF
 
Vielen Dank im voraus für ihre Zeit und Mühe!!!!!!!

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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17.08.2020, 13:22 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Inge99,

verzeihen Sie bitte die späte Antwort. In der Medizin gilt sozusagen als einziges immer: "es gibt nichts, was es nicht gibt."
Was damit gemeint ist, ist folgendes: Ereignisse, wie zum Beispiel die Entstehung eines Thrombus, können prinzipiell immer entstehen, das Risiko ist aber eben sehr gering. Verschiedene Risikofaktoren erhöhen dieses Risiko eben. Dazu zählt eben VOR ALLEM Vorhhofflimmern, aber auch die "Pille", rauchen, wenig Bewegung, erbliche Vorbelastung und so weiter. Risikofaktoren erhöhen das Risiko, damit wird es vielleicht wahrscheinlicher, wenngleich es auch unwahrscheinlich bleibt. aber auch etwas Unwahrscheinliches kann eintreten, wenn auch eben einfach seltener.
Warum es aber trotzdem sinnvoll ist, bei einem Thrombus im Herzohr zuerst an Vorhhofflimmer zu denken, ist, da man das eben unbedingt überprüfen soll, damit man das Risiko für zukünftige Thromben eben deutlich senken kann.
Sie haben wahrscheinlich also wirklich kein Vorhhofflimmern, weder jetzt noch früher, sondern einfach "nur Pech gehabt". Die Behandlung mit Marcumar ist sicherlich trotzdem sinnvoll.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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17.08.2020, 14:17 Uhr
Antwort

VIELEN DANK für die Zeit und Mühe :-) Wunderbare Antwort, die ich auch total NACHVOLLZIEHEN KANN!

Ich nehme die Marcoumar seitdem und werde sie wahrscheinlich auch ein Leben lang nehmen.....dieses einschneidende Erlebnis ist der Grund warum ich "Angst" hätte diesen Gerinnungshemmer abzusetzen. Ich pass gut auf mich auf, esse gesund (ernsthaft :-) !) mache leichten Sport und genug Bewegung (bin Asthmatikerin und übertreib es deshalb nicht)..bedeutet: Keinen Extremsport oder ander Dinge die vorhersehbare Verletzungen (Blutungsrisiko) herbei führen könnten, somit bin ziemlich auf der "sicheren" Seite! 

 

Nochmal HERZLICHEN Dank...schön dass es euch gibt :IN LOVE:

Inge

Lifeline Gesundheitsteam
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17.08.2020, 21:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Inge,

das freut uns sehr, dass Ihnen unsere Antwort offensichtlich weitergeholfen hat. Sie machen es so, wie Sie es machen genau richtig.
Herzlichen Dank für Ihr Lob. Bei weiteren Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da!

- Ihr Lifeline Gesundheitsteam