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Vorhofflimmern / Insuffizenz / Kardiolog. Bericht aktuell

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

10.12.2020 | 09:20 Uhr

Liebe Experten,

seit meiner vorherigen Frage gibt es eine neue Situation.

Meiner Schwiegervater ist ja seit 2 Tagen im KH: Diagnosen: Lungenödem und -entzündung.
Therapie Antibiotikum und stärkere entwässernde Medikamente.

Leider bekommen wir jetzt in den Coronazeiten keinen Arzt zu sprechen, der den Fall wirklich berurteilen. Die Assistenzärztin sprach nur gebrochen Deutsch und konnte unsere Fragen nicht klar beantworten. Er liegt auch auf der Inneren und nicht auf der Kardiologie.

Ist denn ohne OP der Mitralinsuffizienz nicht zu erwarten, dass das jetzt ein "Rein und raus"- aus dem KH wird, weil sich das Lungenödem immer wieder neu bildet=
Vor dem KH bekam mein Schwiegervater ja auch schon ein entwässerndes Medikament.....

Wir überlegen auch schon, mit meinem Schwiegervater einen ambulanten Termin z. B. in der Uniklinik Düsseldorf zu vereinbaren, um die OP- und weitere Behandlungsfrage zu klären....

Vielen Dank.

 

 

 

 

 

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15.12.2020, 20:04 Uhr
Antwort

Liebe Experten,

mein Schwiegervater liegt nun auf der kardiolog. Abteilung.

Ein geplante Herzkatheteruntersuchung kann wegen seines Zustands nicht durchgeführt werden.
Das Wasser geht nicht aus der Lunge, die Lungentzündung wird schlimmer. Es sieht sehr schlecht aus. Bei extremer Luftnot bekam er schon mehrfach Medikamente, ich weiss nicht welche.

Es ist schon menschenunwürdig, dass wir ihn nicht besuchen dürfen. Ich hoffe, es kommt nicht so, dass er seine letzten beiden Lebenswochen komplett alleine im KH verbracht hat.

Ich war vor 5 Wochen schon der Meinung, dass mein Schwiegervater ins Krankenhaus muss und dass der niedergelassene Kardiologe seinen schlechten Zustand unterschätzt.
Hätte ich mich doch gegen Hausärztin, Kardiologen und Verwandschaft durchgesetzt....

Nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Sie und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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16.12.2020, 17:14 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo ReinhardWo,

Wir wünschen Ihnen vor allem viel Kraft für diese schwere Zeit und drücken Ihnen die Daumen.
Wichtig ist, dass Sie sich keine Vorwürfe machen, Sie haben nichts falsch gemacht. Es ist immer ein Abwägen zwischen Risiko und Nutzen, leider kann niemand in die Zukunft sehen und sagen, was der richtige Weg wäre. Dass schließlich noch eine Lungenentzündung hinzukommt, ist natürlich ein weiterer schwerer Schlag. Damit rechnen konnte aber niemand. Insofern ist es unangebracht jetzt eine Schuldfrage zu stellen, auch wenn das kurzfristig erleichternd wirken mag. Letztlich hat jeder wohl versucht, Ihrem Schwiegervater zu helfen. Wichtiger als Angehörige ist es jetzt, füreinander da zu sein.
Wir hoffen natürlich mit Ihnen, dass sich der Zustand Ihres Schwiegervaters bessert. Gerade zu Pandemiezeiten ist es tatsächlich beklemmend zu wissen, dass man nicht bei seinen Liebsten sein kann, wenn die es wohl am meisten brauchen.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft. Bei weiteren Fragen sind wir natürlich gerne wieder für Sie da - Ihr Lifeline Gesundheitsteam