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Systolische LV-Funktion an unterer Norm (EF 55%) in SS

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

16.12.2019 | 14:07 Uhr

Guten Tag

Wegen einer Sinustachykardie befinde ich mich in kardiologischer Behandlung (jährliche Echokardiographie & EKG's) und nehme täglich Nebivolol 5mg (1/4-0-0-0) ein.
Nun bin ich in der 36. Schwangerschaftswoche, bisher hatte ich keine kardialen Beschwerden oder Zunahme der Tachykardien. Etwas Atemnot und erhöhte Müdigkeit verspüre ich allerdings schon. Während der SS hatte ich pro Trimester 1 Termin beim Kardiologen.

Letzte Woche war ich bei einer Kontrolle beim Kardiologen, es wurde wie immer ein EKG und ein Echo durchgeführt. Laut Arzt sei alles zufriedenstellend. Es seien mit keinen Komplikationen bei der Geburt oder Wochenbett zu rechnen.
Nun habe ich aber im entsprechenden Verlaufsbericht, welchen ich jeweils erhalte bzgl. Echokardiographie gelesen: "systolische LV-Funktion an unterer Norm (EF 55%), ohne Regionalitäten". Der Arzt hat im Gespräch diesbezüglich gar nichts erwähnt.

Ich habe also beim Arzt nachgefragt, dieser sagte dies sei eine Momentaufnahme und abhängig von versch. Faktoren (SS, hämdodynamische Faktoren welche täglich schwanken können etc.) und somit habe dieser Wert für ihn keine klinische Relevanz. Am Ende des zweiten Trimesters, im September 2019 - beim letzten Echo, war zudem alles unauffällig.
Ich mache mir etwas Sorgen bzgl. der Entwicklung einer möglichen "Peripartalen Kardiomyopathie"... Ist der einmalige Wert der EF von 55% wirklich unbedenklich bzgl. Geburt und Wochenbett?

Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen und wünsche frohe Festtage.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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22.12.2019, 23:26 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

es ist tatsächlich richtig, was Ihr Kardiologe sagt. Es geht einerseits um einen Verlauf, ein vereinzelter Wert sagt nicht viel aus. Außerdem ist der Wert durchaus im Normbereich und auch nicht besonders grenzwertig. Es handelt sich dabei auch wie schon gesagt um eine Momentaufnahme.
Wir können uns Ihrem Kardiologen nur anschließen, es besteht auch aus unserer Sicht kein Grund zur Sorge, wenn alle anderen Untersuchungen ähnlich waren und der Verlauf nicht auf eine deutliche Verschlechterung hindeutet.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam