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ST Senkung

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

03.02.2020 | 14:30 Uhr

Hallo,

 

mein Freund (53, starker Raucher, mäßig Alkohol, hohe Colesterinwerte, SD-Überfunktion, Lungenembolie vor ca. 10 Jahren) hat beim neuen Hausarzt letzte Woche  ein Belastungs-EKG gemacht und wurde wegen ST-Senkungen zum Kardiologen überwiesen.

Kardiologe hat heute Herz und Lunge geröntgt (!) und für Ende März ein 24h EKG angeordnet. KEIN Herzultraschall. Keine Überlegung in Richtung Stress-Echo, Katheter usw., null Aufklärung.

Was raten Sie? Ist das zumindest ohne Herzultraschall noch so zu akzeptieren?

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Lifeline Gesundheitsteam
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03.02.2020, 22:00 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo schokolade04,

Wir könnten leider ohne Untersuchung keine Diagnose stellen oder Therapieempfehlung geben, das Vorgehen ist aber  insofern gerechtfertigt, dass der Kardiologe nach etwas Bestimmten sucht: Offensichtlich geht er nicht davon aus, dass ein akutes Geschehen vorliegt, da das aus dem EKG nicht hervorzugehen scheint. Im Röntgen wollte er offensichtilch überprüfen, ob eine Hypertrophie, also eine Vergrößerung irgendwo vorliegt. Das kann unter Umständen im Röntgen besser beurteilt werden als im Ultraschall. Im 24h-EKG soll dann offensichtlich überprüft werden, ob es Herzrhythmusstörungen über den Tag gibt.
Dass keine Aufklärung stattgefunden hat, ist natürlich unbefriedigend. Seine Überlegungen sollte er Ihnen durchaus mitteilen, fragen Sie aber ruhig nochmal danach.
Es macht aber durchaus den Eindruck, als würde der Kardiologe Schritt für Schritt eine Untersuchung nach der anderen durchführen wollen, jedoch auch die Richtung je nach Befund einschlagen.
Sprechen Sie ruhig nochmal mit ihm, gegebenenfalls auch mit dem Hausarzt, der evtl. auch weiterhelfen kann.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam