Hilfe bei Ursachenforschung

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

04.05.2019 | 06:35 Uhr

Hallo,

ich komme vom Selbsthilfeforum und wurde hierher verwiesen.

Folgendes hat sich zugetragen . Meine Frau(44) war 2016 unzufrieden mit der Gesamtsituation und hat beschlossen abzunehmen,durch weniger Essen und durch Sport. Meine Frau hatte zu dem Zeitpunkt 65kg bei 1,80 Grösse. Nach 8 Monaten Fastenzeit kam völlig überraschend der Zusamnenbruch. Sie hatte da nur noch 53kg. Herzschlag war eines abends unter 40. Blutdruck unter 100/50.  Per Notarzt ins KH. Ham nix gefunden. Nach Monaten des Ärzteabklapperns incl Hausarztdiagnose Depression wurde im deutschen Herzzentrum eine Perikarditis festgestellt. Es wurde dann versucht per Colchicin die Entzündung wegzubekommen. Hat nix geholfen die Perikarditus ist seitdem chronisch. Meine Frau klagt seitdem über Atemnot und Herzhusten. Immer mit der Angst das es noch schlimmer kommt mit der Hoffnung das es besser wird. Wir haben 2019. Keine Veränderung. Ärzte bestätigen das die Entzübdung da ist , aber keiner sagt wie es weitergeht. Es wurde zum abklären eine Herzgewebeprobe emofohlen  Dieser Eingriff ist meiner Frau aber zu gefährlich. Die Familie hängt seitdem in der Luft. Meine Frau hat aufgegeben, und hofft das es nur nicht noch schlimmer wird. Kennt jemand einen ähnlichen Fall?? Die Heilpraktiker Schiene war auch erfolglos. Die Ärzte verneinen einen Zusammenhang von Untergewicht zu dem Krankheitsbild.Wir sind verzweifelt.Eine hinzugezogene Psychologin hat am Ende der vielen vielen Stunden gemeint das sie selber versagt hat. Hilft ja nicht wikrlich weiter. Meine Frau hat immer noch wenig Gewicht (57kg), aber der von ihr zur Zeit konsultierte Herzarzt sieht jetzt keinen Zusammenhang zwischen Gewicht und ihren jetzigen Problemen. Meine Frau ist Privat Versichert. Wir haben zwei sehr anstrengende kleine KInder ( 8+10) von denen eines ADHS hat. Eine Auszeit ist nicht drinnen. Sie hat in der früh ein paar Stunden Kraft dann kommen die Atembeschwerden und die Schmerzen. Eine Kur oder Reha gibt es bei den Privaten nicht.

 

Gruß Hans

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Lifeline Gesundheitsteam
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13.05.2019, 12:14 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Hans,

Ihre Sorge um Ihre Frau ist nachvollziehbar. Leider kann ich Ihnen auch nicht wirklich bei der Ursachenforschung behilflich sein, da dazu natürlich auch Untersuchungen erforderlich sind. Jedoch kann man sagen, dass es bei der chronischen Perikarditis auch grundsätzliche Behandlungsansätze gibt. Es gibt zwei Formen der Chronischen Perikarditis. Bei der chronisch exsudativen Perikarditis sammelt sich langsam Flüssigkeit im Perikardraum, zwischen den beiden Blättern des Herzbeutels. Die chronisch konstiktive Perikarditis ist eine seltene Erkrankung, die auftritt, wenn sich der Herzbeutel in narbiges (fibröses) Gewebe umwandelt. Um diese voneinander abgrenzen zu können, wäre eine Gewebeprobe sinnvoll. Es ist aber auch nachvollziehbar, dass Ihre Frau diese nicht unbedingt möchte. Da die konstruktive Perikarditis seltener ist, könnte man auch einen Therapieversuch in Richtung exsudativer Perikarditis starten. Das erste wäre dabei eine salzarme Ernährung. Dies kann man mit sogenannten Diuretika unterstützen um so diw Flüssigkeit im Perikard zu minimieren. Eventuell bessert das die Symptomatik Ihrer Frau. Der nächste Behandlungsschritte ist allerdings auf Verdacht nicht möglich und nicht unbedingt ungefährlicher als eine Gewebeprobeentnahme, dies wäre die Entfernung der Flüssigkeit oder aber auch des Perikards.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass Ihre Frau sich nach der ganzen Odysee auch zurückgezogen hat und einfach nur hofft, dass es nicht schlimmer wird. Hier würden wahrscheinlich nur sehr einfühlsame Gespräche zielführende sein. Das nächste was man sich vielleicht vergegenwärtigen muss ist, dass wenn bisher mit all den Untersuchungen keine Ursache gefunden wurde, dass man diese eventuell auch gar nicht findet. Das heißt aber nicht, dass man deshalb nicht helfen kann. Ich kann verstehen, dass es nicht sehr befriedigend ist, wenn man nicht nachvollziehen kann, woher etwas kommt, aber leider muss man sich damit in der Medizin immer wieder abfinden und viel wichtiger ist es auch die Symptomatik zu verbessern. Sprechen Sie nochmal mit Ihrer Frau und einem Arzt Ihres Vertrauens, was er von der salzarmen Ernährung und die medikamentöse Unterstützung durch Diuretika hält. Vielleicht ist das ein Ansatz um Ihrer Frau das Leben wieder etwas zu erleichtern. Sollte dies anschlagen, ist das in der Regel auch ein besserer Ausgangspunkt umnweitere Schritte zu versuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Lifeline Gesundheitsteam  

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