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Herzbeutelentzündung

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

25.03.2019 | 19:56 Uhr

Sehr geehrte Experten,

seit ca. 1 Jahr habe ich eine Herzbeutelentzündung mit ein wenig Perikarderguss

und werde mit Colchizin behandelt. Ein Kardio-MRT ist geplant. Es ist schon etwas besser geworden, doch wenn man bedenkt, dass es schon ein ganzes Jahr dauert, stellen sich mir folgende Fragen:

Woran kann es liegen, dass es so lange dauert?

Ist die Therapie die Richtige? Wenn nicht, gibt es andere Möglichkeiten?

Welche Ursache könnte es sein?

Ich war letztes Jahr erkältet und bekam Antibiotika. Nach meiner Genesung fing ich wieder mit Sport an (dazu eine Diät, die ich wegen der Erkältung unterbrochen hatte). Doch dann bekam ich ständig Herzstolpern und fühlte mich zunehmend leistungsschwach.

Vor ca. 3,5 Jahren hatte ich eine Chemo (Brustkrebs) und Bestrahlung.

Welche weiteren Schritte wären nun sinnvoll?

Vielen Dank für diese Möglichkeit, Informationen und kompetente Hilfestellung

einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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29.03.2019, 09:06 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Theresa88,

man unterscheidet nach Beginn und Verlauf zwischen einer akuten und chronischen Herzbeutelentzümdung, so dass es sich bei Ihnen wohl um die chronische Form handelt. Diese Form kann dann noch weiter unterteilt werden. Wenn der Perikarderguss nur gering ist und auch nicht mehr wird, kann man erstmal abwarten und ggf. symptomatisch behandeln. Sollten die Symptome oder die Flüssigkeit zunehmen, so kann man die Flüssigkeit, sowie den Herzbeutel entfernen, das wäre die entsprechend Therapie. Dies sollten Sie aber mit Ihrem behandelnden Kardiologen besprechen. Ein Kardio-MRT ist zur weiteren Abklärung sicher sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam 

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29.03.2019, 09:32 Uhr
Kommentar

Sehr geehrtes Experten- Team,

vielen lieben Dank für Ihre Unterstützung und Antwort. 

Der Perikarderguss ist zum Glück gering. Da ich mich mit diesem Thema nicht auskenne, würde ich mich freuen,  wenn Sie mir kurz sagen könnten, was ich unter "symptomatisch behandeln" verstehen soll (bei geringem Perikarderguss).

Herzliche Grüße! 

Lifeline Gesundheitsteam
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03.04.2019, 08:51 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Es ist aber davon auszugehen,Hallo Theresa88,

eine symptomatische Behandlung würde in ihrem Falle bedeuten, dass man zum Beispiel das Herzstolpern medikamentös behandelt. Dies wäre zum Beispiel mit Betablockern möglich. Es ist aber davon auszugehen, dass ein geringer Erguss auch nur sehr wenig bis gar keine Symptome macht und somit eine symptomatische Behandlung nicht nötig ist.

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam