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Extrasystolen wirklich ungefährlich?

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

05.02.2020 | 12:10 Uhr

Hallo ich habe ein riesen Problem.

Ich habe seit meiner Kindheit einen mitralklappenprolaps Grad 1 und extrasystolen.

Nun bin ich jedes Jahr in Kontrolle ultraschall und ekg. Mir wird immer gesagt das mein Herz gesund sind. Aber km letzten langzeit ekg  hatte ich 9000 ventrikuläre extrasystolen polymorph. Davon 200 couplets und einige bigeminus und trigeminus. Trotzdem wird gesagt mein herz sei gesund mir könnte nix passieren. Aber seit diesem Befund leide ich extrem unter Panikattacken und kann kaum mehr schlafen was natürlich noch mehr extrasystolen hervorruft.

Vg

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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09.02.2020, 21:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo 187mona,

Die Datenlage hierzu ist schwierig. Zum einen gibt es aus den genannten Befunden tatsächlich nicht unbedingt einen Grund zur Annahme, dass Ihr Herz geschädigt sei. eine erhöhte Zahl von ventrikulären Extrasystolen, (mehr als 20% aller Kammerkomplexe) kann ein Hinweis auf eine Störung sein. Das ist bei Ihnen aber nicht der Fall. Neuere Untersuchungen wollen diese Zahl senken, im Moment ist dies aber noch keinen Beweis hierfür, dass ein erhöhtes Risiko dafür besteht, dass sich der Herzmuskel verschlechtert.
Zum jetztigen Zeitpunkt gibt es aber nach Studienlage keinen Grund dafür, Panikattacken zu entwickeln. Im Moment ist Ihr Herz gesund, eine Verschlechterung sollte bei den regelmäßigen Kontrollen auffallen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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09.02.2020, 22:54 Uhr
Antwort

Danke schon mal. Eine fragd habe ich noch 

Und zwar habe ich es vermehrt wenn ich einen aufgeblähten bauch habe und oft aufstoßen muss. Mein kardiologe meint das kann auch von magen kommen das sich das herz sehr gestört fühlt und dann so getriggert wird. Ist das wirklich möglich?

Vg

Lifeline Gesundheitsteam
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13.02.2020, 20:53 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo 187mona,

ja, dieser Zusammenhang ist schon möglich. Der Rhythmus des Herzschlages ändert sich auch schon bei Ein- und Ausatmung, einfach, weil Druck und Volumen im Brustkorb sich leicht ändern. Die Reaktionen des Magens, der direkt darunter liegt, können ähnliches bewirken. Beweisen lässt sich das zwar nicht einfach, es ist aber davon auszugehen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam