Darf mein Herzschrittmacher für eine MRT deaktiviert werden?

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

07.06.2019 | 09:01 Uhr

Hallo,

ich habe einen MRT fähigen Schrittmacher, wenn er vollständig wäre. Die Ventrikelsonde musste entfernt werden. Daher funktioniert er nicht im Sure Scan-Modus.

Ich habe ihn nur wegen Bradykardie-Tachykardie-Syndrom bekommen. Während der elektrophysiologische Untersuchung wurden keine Rhytmusstörungen ausgelöst. Der Schrittmacher selbst arbeitet nur zu 5%. Ich bin also nicht schrittmacherabhängig.

Kann ich eine MRT-Untersuchung durchführen lassen, wenn der Schrittmacher zu diesem Zwecke einfach deaktiviert wird? Gibt es da Bedenken? Ich hätte zwar einen Kardiologen,der sich daneben stelle würde. Aber die Deaktivierung am Schrittmacher müsste ich vorher woanders machen lassen.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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14.06.2019, 06:50 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Zwilling65,

auch ein konventioneller Schrittmacher wäre eine sogenannte relative Kontraindikation. Das bedeutet, dass auch dann ein MRT möglich wäre man aber ganz genau das Nutzen-Risiko-Verhältnis ganz genau abschätzen sollte. Ähnlich würde ich das auch bei Ihnen bewerten. Wenn also der Nutzen der Untersuchung sehr viel höher ist, als das Risiko, dass Sie eine akute Herzrhythmusstörun erleiden, dann kann man mit den richtigen Vorkehrungen eine MRT-Untersuchung durchführen. Für die Durchführung gibt es Leitlinien und Checklisten, die im Zweifel dort in der Praxis, wo Sie das MRT machen lassen wollen. Setzten Sie sich am besten mit denen im Vorfeld in Verbindung, denn die können Ihnen dann ganz genau sagen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit dem MRT nichts im Wege steht.

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam