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Alternativen zur EPU

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

23.06.2019 | 20:11 Uhr

Guten Abend,

ich leide seit nunmehr 20 Jahren unter unkontrollierten Extrasystolen, die zeitweise durch anhaltend schnellen Puls begleitet werden. Wenn die Anfälle zu extrem waren, hatte ich ich schon mal den Notarzt gerufen. Ich wurde im Krankenhaus untersucht und als gesund wieder nach Hause entlassen. Mittlerweile kommen die Attacken häufiger, begleitend von einem rasenden Puls und gehen manchmal so schnell, wie sie aufgetreten sind. Mein Hausarzt und auch der behandelnde Kardiologe rieten mir nun zu einer EPU, obwohl die Rhythmusstörung nie wirklich auf einem EKG eingefangen werden konnten. Ich wurde im Herz- und Diabetiszentrum Bad Oeynhausen angemeldet und bekam nun einen Termin zur Voruntersuchung und stationären Aufnahme für Ende August. Da ich sehr ängstlich bin und in meiner Familie (Vater, Schwester und Familie väterlicher Seite) frühe Todesfälle wegen Herz-Kreislauf-Versagen auftraten, habe fast schon eine Herzphopie entwickelt. Zusätzlich leide ich unter einer diagnostizierten Histaminabbaustörung, die sich negativ auf Herz und Kreislauf auswirkt.

Meine Frage:

Gibt es denn keine Alternativen zu einer EPU? Muss man denn nicht erst einmal ermitteln, um was für eine Art Herzrhythmusstörung es sich handelt? Ist denn eine EPU der einzige Weg zur Bestimmung der Art der Herzrhythmusstörung? Mich belastet das wirklich sehr. Betablocker sollte ich nicht nehmen, da diverse Medikamente mit meiner Histaminabbaustörung nicht funktionieren und eher kontroproduktiv sind. Außerdem habe ich einen niedrigen Blutdruck.

Vielen Dank

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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01.07.2019, 13:29 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Claudia54,

Ihre Sorge und Bedenken sind absolut nachvollziehbar. Durch due Histaminabbaustörung sind tatsächlich die Alternativen zu einer EPU sehr begrenzt bzw. kontraindiziert. Das bedeutet, man muss bei Ihnen eine ganz individuelle Entscheidung treffen und die gut abwägen. Ganz allgemein kann man aber sagen, dass wenn Betablocker nicht fubktionieren er wie in Ihrem Fall möglich sind, dann ist die EPU die nächste Alternative. Auch wenn natürlich jeder Eingriff seine Risiken birgt, so ist die EPU trotzdem fast Routine, so dass auch die Risiken überschaubar sind.

Mit freundlichen Grüßen 

Lifeline Gesundheitsteam 

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07.09.2019, 20:35 Uhr
Kommentar

Liebes Gesundheitsteam

Ich hatte letzten Montag meine EPU. Abgesehen davon, dass ich wahnsinnig Angst hatte, wurde erfolgreich ablatiert. Eine ektope atriale tachykardie und nicht wie vermutet avnrt. Einerseits bin ich froh, dass es vorbei ist, andererseits ist die Angst noch gegenwärtig.  Ich musste auch noch einen Tag länger zur Überwachung bleiben, weil das EKG am Folgetag nicht einwandfrei war. Auch muss ich in 4 Wochen noch einmal dorthin, um ein EKG schreiben zu lassen und bekomme ein Langzeit EKG.  Ist es richtig, dass diese Form der Herzrhythmusstörung eher selten ist und die Erfolgschancen geringer sind? Ich möchte wirklich diese Prozedur kein zweites Mal machen, zumal mir keine Histaminblocker verabreicht wurden. Allein durch Stress und Zugabe von Medikamenten habe ich stark reagiert.

Danke und viele Grüße

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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14.09.2019, 09:31 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo claudia54,

das hängt noch ein bisschen davon ab, um was für eine ektope atriale Tachykardie es sich genau handelt, insgesamt sind die Erfolgschancen aber ziemlich hoch. Insgesamt ist die Form der Herz-rhythmus-störung eher eine seltene. Trotzdem lässt sie sich durch die EPU relativ gut behandeln. Insofern ist es auch gut möglich, dass die Behandlung bei Ihnen erfolgreich war.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen nochmal weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam