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Ablation wegen permanenten VHF

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

12.02.2020 | 15:37 Uhr

Hallo

Bei mir soll nun nach ca. 15 Jahren permanenten VHF und unter Belastung viel zu schnellen Puls einen Ablation vorgenommen werden, da Medikamenten nicht wirken.

Ich bin 47 Jahre und zudem hat sich durch den ewigen viel zu schnellen Puls eine Tachykardie-induzierten Kardiomyopathi eingestellt.

Nun frage ich mich natürlich, wird es überhaupt etwas bringen und welches wäre der sicherste Blütverdünner als Nachsorge nach der Ablation?

Ich weiß hellsehen kann niemand aber wie hoch sind die Erfolgsausichten, auch bei evtl. mehrmaligen Eingriff?

Die Studien sind vorangeschritten und es gibt sicherlich auch neue Erkenntinsse.

Da ich bissher komplett auf Blutverdünner verzichtet habe diese aber nun nach der Ablation nehmen muss, frage ich mich welcher ist am sichersten und vor allem einfachsten zu händeln?

Danke vorab

Gruß

Martin

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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16.02.2020, 23:05 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Martin,

die Erfolgsraten für den Eingriff liegen bei ca. 80%, jedoch auch von einigen Faktoren abhängig. Bei mehrmaligen Eingriffen steigt die Wahrscheinlichkeit auf über 90 %.
Bei der Blutverdünnung im Anschluss kommt es auf einige Zusatzfaktoren an. Die Verdünnung sollte mindestens 2 Monate gegeben werden, Vorteil einiger neuer Medikamente ist, dass diese nicht kontrolliert werden müssen.
Ob die Verdünnung im Anschluss wieder abgesetzt werden kann, hängt von einem errechneten Score ab. Darüber sollte Sie Ihr Arzt aufklären. Damit wird berechnet, ob das Risiko für Schlaganfälle von keiner Blutverdünnung das Risiko für Blutungsneigungen übertrifft.

Wir hoffen, wir konnten Ihre Fragen ausreichend beantworten - Ihr Lifeline Gesundheitsteam