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„Minimal-Change-Glomerulonephritis"

Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

28.11.2019 | 15:28 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß das meine Frage zur Behandlungsmöglichkeit und nach der Suche eines Speziallistens nicht ganz richtig platziert ist. Ich versuche es dennoch da hier evtl. jemand einen Spezialisten oder richtigen Ansprechpartner oder vielleicht doch einen Rat für mich hat.

Ich habe eine Sandkastenliebe die sehr schwer erkrankt ist und bis Dato keiner den richtigen Ansatz findet das Krankheitsbild zu beheben. Ich selbst verstehe davon leider zu wenig oder so gut wie nichts und versuche auf diesen Weg jemanden zu finden.

Da sich der Gesundheitszustand derzeit nun wöchentlich extrem verschlechtert. Blutwerte werden von Woche zu Woche schlechter. Man wirkt derzeit mit Erhöhung von Kortison dagegen mit wenig Erfolg.

Ich gebe Ihnen hier mal die Beschreibung wie Sie mir von meiner Sandkastenliebe mir beschrieben wurde.

Frau 45 Jahre

„Minimal-Change-Glomerulonephritis

Also mein Immunsystem ist gegen meinen Körper allergisch. Gibt ja tausende Immunkrankheiten. Bei mir ist es so das in meinem Blut zu viel Eiweiß verloren geht der über den Urin ausscheidet. Dann bilden sich Thrombosen und eine Embolie. Es geht über beide Nieren die auch betroffen sind. Nimm eine abgeschwächte Form von Chemotherapie die das Immunsystem drückt und Immer wieder starkes Kortison seit 16 Jahren.

Bei Kinder und älteren Menschen verläuft sie oft nicht so schlimm. Hab es mit 28 bekommen hatte eine beidseitige Lungenimmobilie 15 kg Wasser über Nacht im Körper und 2 Tage Koma. Lange Aufenthalte in Unikliniken und eine Menge an Medikamenten, die sehr starke Nebenwirkungen hatten und durch die Jahre sehr auf die Knochen gehen.“

Gerne kann ich alle Krankenhaus Berichte zur Verfügung stellen.

Um eine Hilfe oder richtigen Ansprechpartner wäre ich so dankbar, ich versuche damit ein Menschenleben zu retten das mir sehr am Herzen liegt.

 

Vielen Dank im Voraus

Michael H.


28.11.2019 17:21 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Lifeline Gesundheitsteam
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04.12.2019, 23:02 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Michael H.,

wir wollen gerne versuchen, Ihnen etwas über die genannte Erkrankung zu näherzubringen.
Wie Sie bereits gesagt haben, handelt es sich (wahrscheinlich) um eine Autoimmunerkrankung, die die sogenannten Podozyten angreigt. Podozyten sind Zellen, die lange Ausläufer haben, die sich in der Niere um die Blutgefäße legen, die durch Filtrierung den Harn produzieren. Die Ausläufer der Podozyten bilden dabei einen wichtigen Teil des Filters, vergleichbar mit einem sehr feinen Netz. Ist dieses Netz kaputt, kann die Niere einige Substanzen, vor allem Eiweiße nicht mehr herausfiltern und verliert diese mit dem Urin. Das Eiweiß fehtl dann im Blut und im Körper, wodurch es zu Wasseransammlungen im Gewebe kommt (das Eiweiß kann das Wasser jetzt nicht mehr zurückhalten).
Der Behandlungsversuch besteht deshalb darin, symptomatisch den Eiweißmangel zu behandeln und außerdem das Immunsystem so zu unterdrücken, dass es die Niere nicht weiter angreift. Dafür wird Cortison verwendet. Cortison ist ein körpereigenes Hormon, das eben genau diese Wirkung hat.
Laut Leitlinien ist die Behandlung die richtige. Leider kann es aber dauern, bis die Behandlung im "Schub" anschlägt. Andere MEdikamente kommen auch in Frage, eben die von ihnen genannten Art Chemotherapeutika. Allerdings ist der beste Nutzen für Cortison beschrieben. Es kann sein, dass der Erfolg längere Zeit auf sich warten lässt, um die symptomatische Behandlung sollten sich die Ärzte so lange kümmern.
Sie können uns natürlich noch weitere Informationen und Fragen zukommen lassen, wir helfen Ihnen dann gerne weiter, soweit möglich.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam