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Kategorie: Herzberatung » Expertenrat Herz | Expertenfrage

26.01.2021 | 12:05 Uhr

Sehr geehrtes Expertenteam,

seit einer Herzmuskelentzündung 1999 ( Influenza A) gibt es ständig Probleme mit meinem Herzen.

Ständig Atemnot.

Einmal sind es Streckensenkungen , Qt Zeitverlängerung, Diastolische Dysfunktion ,d.h. steifes Herz und nun habe ich eine pulmonale Hypertonie ( Wert 50mmhg).

Vorausgegangen waren nächtliche Blutdruckentgleisungen,wobei ich stündlich erwachte und Werte von 198/101/97 erreichte, welche ich 2 Monate lang "ertrug".

Ich zog ,dann doch vor einen Arzt aufzusuchen ,welcher mir Candesartan 8mg  und Indapamid 1,5,mg.verschrieb.

Da ich seit 45 Jahren Migränepatientin bin und ich" tonnenweise" Tabletten einnahm, streikte mein Geist und Körper und ich bin seither sehr zurückhaltend mit Tabletteneinahme.

Demzufolge nahm ich erstmal nur die Candesartan 8 mg und kein Diuretika.

Der RR beruhigte sich gut ,ich wurde aber von meinem HA angehalten zusätzlich Indapamid einzunehmen.

Dies brachte mir Blutdruckwerte von 115/62/80 ,mir war ständig schwindlig und ich hatte Sehstörungen.Demzufolge nahm ich keine Diuretikum mehr ein, da ich auch keine Ödeme habe.

Nun erfuhr ich ,daß Indapamid eher die Blutsalze in Balance hält......und mein Kaliumwert etwas über der Norm ist. Somit wäre ja die Einnahme von Indapamid gerechtfertigt.?

Da ich Candesartan 8mg zur Nacht nehme ,zeigte ein 24 Std. RR ,dass sich Werte bis 90/53/70 in der Nacht ergaben. Ist dies nicht sehr niedrig? Mein HA hatte nix dagegen einzuwenden....

Desweiteren habe ich durch die Einnahme von Candesartan noch mehr Atemnot, Schwindelattacken und Sehstörungen, ich sag einen "Gehirnnebel!"

Meine Frage ist , kann ich eigenmächtig die Dosierung auf 4mg minimieren?

Ist es überhaupt das geeignete Medikament ,kann ich es einfach ganz absetzen?

Betablocker sind wohl auch nicht so geeignet ,wegen der Qt Zeitverlängerung?!

Welche Erfahrungen gibt es mit Homviotensin bzw. Strophantin?

Die Untersuchungen in einer PH Ambulanz erfolgt noch.

Für eine aussagekräftige Meinung bzw. Empfehlung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Freundliche Grüße

Königsteinblick

Ich wäre Ihnen

Ich wäre Ihnen sehr dankbar

 

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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31.01.2021, 11:36 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Köngisteinblich,

verzeihen Sie bitte, dass unsere Antwort so lange auf sich warten ließ.
Kurz vorneweg gesagt: Wir können und dürfen Ihnen keine Therapieempfehlungen geben, da wir Ihre gesamten Befunde nicht kennen. Insofern sollten Sie Dosisänderungen mit Ihrem Hausarzt besprechen.
Insgesamt scheint es aber tatsächlich so, als wäre die Medikation nicht optimal. Zwar ist der niedrige Blutdruck in der Nacht nicht besorgniserregend, trotzdem deutet es ja ein bisschen darauf hin, dass das Medikament fast zu gut wirken könnte. Gleichzeitig bestehen aber eben Nebenwirkungen und andere Symptome, die ja auch irgendwie behandelt werden sollten.
Wir schließen uns deswegen der Idee des Hausarztes an, eine Kombination aus Candesartan und Imapamid ist eine gute Idee, gerade wenn man Ihren leicht erhöhten Kaliumwert mitbedenkt. Um Sie zu beruhigen, Imapamid ist kein starkes Diuretikum und die vom Hausarzt empfohlene Dosierung auch ziemlich gering. Um aber den Blutdruck nicht zu weit zu senken, sollten Sie mir Ihrem Hausarzt besrpechen, ob in der Kombination nicht Candesarten 4 mg ausreichen. Im Verlauf werden Sie es dann schon beide sehen. Besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt.
Eventuell hilft das Imapamid dann auch gleich noch bei den Atemproblemen, da es ja auch Wasser, das in der Lunge sein könnte, etwas ausschwemmen könnte.
Für den Einsatz von Betablockern müssen mehrere Tatsachen beachtet werden, deswegen können wir hierzu keine Meinung geben. Ein Long-QT ist per se noch keine Kontraindikation.
Zu Homviotensin sind uns keine wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt. Sprechen Sie auch hierrüber mit Ihrem Arzt. Da es ein homöopathisches Arzneimittel ist, sollte eher nichts dagegen sprechen. Wenn es Ihnen hilft, spricht nichts dagegen.
Von Strophantin würden wir eher abraten, zwar gibt es hier beschriebene Wirkungen, allerdings ist die Dosierung sehr schwierig und schwankend, sodass eine ordentliche Einstellung damit kaum möglich ist.
Die Untersuchung in der PH-Ambulanz ist sehr gut, sehr gut, dass Sie und Ihr Hausarzt daran gedacht haben. Hier wird man nochmal helfen können.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit ein bisschen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam